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MP3 CD
Verlag: der Hörverlag
Ungekürzte Lesung; 11h 53min
Erscheinungstermin: 14. August 2017
ISBN-10: 3844527052
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 – 15 Jahre

Als Nika an einem Sonntagmorgen ziemlich verkatert in den Badezimmerspiegel schaut, steht dort diese Nachricht. Wer hat sie an den Spiegel geschmiert? Und was hat sie zu bedeuten? Wo sind Nikas Hausschlüssel und ihr Handy? Wo ist Jenny, ihre Mitbewohnerin? Und warum ist ihr heute überhaupt so schlecht, sie hat doch gestern gar nicht viel getrunken? Erst durch die Morgennachrichten im Fernsehen erfährt Nika, dass heute gar nicht Sonntag ist, sondern Dienstag. Ihr fehlt die Erinnerung an zwei ganze Tage, in denen irgendetwas Schreckliches passiert sein muss. Aber was?

Autorin
Ursula Poznanski, 1968 in Wien geboren, arbeitet als Journalistin für eine Reihe medizinischer Fachzeitschriften. Seit 2003 veröffentlicht sie auch Kinderbücher. Für Die allerbeste Prinzessin erhielt sie den Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien 2005 und stand auf der Auswahlliste für den Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien. Ihr Cyberthriller Erebos wurde von der Jugendjury mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2011 ausgezeichnet. Ende 2011 erschien ihr zweiter Jugendroman, der Thriller Saeculum.

Sprecherin
Laura Maire, geboren 1979 in München, absolvierte ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Bekannt wurde sie durch eine Hauptrolle in der ARD-Vorabendserie „Verdammt verliebt“. Sie synchronisierte u. a. Brie Larson in „Raum“ (2016 mit einem Oscar ausgezeichnet) und Ashley Greene (als Alice Cullen) in der „Twilight“-Reihe. Daneben war sie immer wieder in „How I Met Your Mother“ zu hören. Maire erhielt 2011 den Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin. 2014 las sie für den Hörverlag den Thriller „Schattengrund“ von Elisabeth Herrmann und erhielt für ihr „virtuoses Sprach-Spiel“ noch einmal den Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin.

Das Cover zu Aquila ist wieder einmal wirklich gut gelungen. Dominant sind Farben wie Gelb, Rot und Schwarz, wobei letztere die Silhouette eines Adlers bildet. In seinem Flügel befindet sich der in gelb gehaltene Titel und der Name der Sprecherin. Überhalb des Adlers befindet sich der Name der Autorin, der in einer sehr dekorativen Art eingerahmt wurde.
Ohne viel über den Inhalt des Hörbuches auszusagen ist dies ein Cover, das mir Lust auf die Geschichte macht.

In Aquila geht es um Nika. Eine junge Frau, die zum Studieren nach Italien gezogen ist und dort mit ihrer Mitbewohnerin Jenny eine Wohnung teilt. Nicht ungewöhnlich also, das die beiden öfter zum Feiern unterwegs sind. Doch als Nika eines Morgens aufwacht und sich nicht mehr an die letzten beiden Tage erinnern kann, zudem noch ihr Handy und Schlüssel fehlen scheint sich alles geändert zu haben. Und wo war eigentlich ihre Mitbewohnerin?

Zusammen mit Nika steigt man in die Geschichte ein. Das Mädchen wird grade erst wach und so erlebt man auch als Hörer genau mit, wie alles beginnt. Da sie zu dem Zeitpunkt nicht weiß, wie sie dort hin gekommen ist oder was zuletzt passiert ist, ist man auf dem selben Wissensstand wie die Protagonistin und so entsteht direkt zu Anfang eine gewisse Spannungshaltung.
Da aus der Sicht der jungen Frau erzählt wird, kann man ihre Zerstreutheit und ihre Gefühlssprünge hautnah miterleben und erfährt durch ihre Gedankengänge sehr viel über die Beziehung zu Jenny und anderen Charakteren.

Nika als Protagonistin hat mir mit kleinen Einschränkungen gut gefallen. Ich mag ihre Art, die Ruhelosigkeit, ihren Drang zu erfahren was passiert ist. Auch ihre Art, sich selber einmal zu überdenken finde ich klasse. Was mich ein wenig gestört hat, war ihre Skepsis. Es gibt ein paar Stellen, wo ich mich gefragt habe, warum sie da nicht mit offenen Karten gespielt hat. Dies ist allerdings ein kleiner Kritikpunkt.

Eine Liebesgeschichte spielt in Aquila nur eine untergeordnete Rolle, die eigentlich kaum der Rede wert ist. Für mein Empfinden ist das klasse. Eine ausufernde Liebesstory hätte die Spannung hier nur zerrissen und hätte die Protagonistin für mich weniger glaubhaft gemacht.

Durch das gesamte Buch zieht sich wieder Poznanskis grandioser Schreibstil. Sie schafft es einfach mich mit ihren Büchern von Anfang bis Ende in ihren Bann zu ziehen. So spannend und lebhaft wie sie erzählt, ist es immer wieder ein Erlebnis in einer ihrer Geschichten zu versinken.

Vor der Sprecherin kann ich nur den Hut ziehen. Es ist toll, wie sie der Geschichte Leben eingeflößt hat. Die Charaktere sind schon nach kurzer Zeit gut voneinander zu unterscheiden, ohne sich merkwürdig anzuhören und auch auf die Dauer des Hörbuches ist ihre Stimme sehr angenehm und ich habe ihr gerne zugehört.

Insgesamt kann ich nur jedem, dem Erebos oder Elanus schon gefallen hat dringlichst Aquila ans Herz legen. Und ebenso jedem anderen, der eine spannende, gut erzählte Geschichte sucht.

Es hat sich wieder einmal gezeigt, warum Ursula Poznanski eine meiner Lieblingsautorinnen ist. Für mich stimmt hier einfach alles. Angefangen von der Grundstory, über die Charaktere bis hin zur Sprecherin.

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