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Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (20. Juni 2016)
ISBN-10: 3734102774
Hier ist der Link zur Verlagsseite: Klick
Kurz nach Sonnenaufgang verlässt
Angelica Senes eine Landstraße in Südfrankreich und folgt einem von
Rosmarin und Lavendelbüschen gesäumten Weg. Sie sucht den
Bienenstock auf, den man ihr anvertraut hat. Sie ist reisende
Imkerin, und sie liebt ihre Freiheit. Auch wenn sie dabei das
türkisblaue Meer ihrer Heimat Sardinien vermisst. Erst als ihre
Patentante stirbt und ihr ein Cottage hinterlässt, kehrt Angelica
zurück. Doch dort muss sie sich dem stellen, was sie einst
zurückließ: ihrer Familie, den Geheimnissen der Insel – und
Nicola, dem Mann, an den sie schon als Kind ihr Herz verlor …
Der Autor
Die auf Sardinien lebende Cristina
Caboni züchtet Bienen und Rosen. Ihre Leidenschaft zu Düften und
Essenzen verarbeitete sie schon in ihrem Debütroman „Die
Rosenfrauen“ und begeisterte damit weltweit Leser. In Deutschland
gelang ihr mit diesem Buch der Sprung auf die Bestsellerliste, auf
der sie sich viele Wochen hielt.
Mit „Die Honigtöchter“ knüpft
Caboni an diesem Erfolg an und entführt ihre Leser in die Welt der
Bienen und des Honig in traumhafter Kulisse ihrer Heimatinsel.
Auf dem sommerlich-leicht wirkenden
Cover sind Zitronen, Blüten und ein Honiglöffel neben einem
Honigtopf dekorativ angeordnet und bilden mit ihren leuchtend gelben
Farben einen wunderschönen Kontrast zum bläulichen Hintergrund.
Insgesamt mag ich die Anordnung und
Farben sehr gerne, obwohl dies noch keine Rückschlüsse auf den
Buchinhalt zulässt.
Bei dem noch relativ durchwachsenen
Wetter momentan hatte ich richtig Lust auf ein Buch bei dem ein
gewisses Sommer-Feeling aufkommt. Bei dem man einfach von der schönen
Kulisse träumen kann, die der Autor beschreibt. Sich einfach ein
bisschen Urlaub nach Hause holen kann.
Genau das hat Cristina Caboni in „Die
Honigtöchter“ geschafft. Mit ihrem schwungvollen und leichten
Schreibstil beschreibt sie ihre Heimat Sardinien sehr bildhaft und
gibt dem Leser das Gefühl die Sonne auf der Haut spüren zu können.
Ich fühlte mich direkt wohl in dem
Buch und war gefangen von Sardinien und Honig.
In diesen Rahmen bettete Caboni eine
vielschichtige Geschichte rund um die Familie, ihre Geheimnisse und
Dramen und natürlich über die Liebe.
Zwar ist diese Liebesgeschichte relativ
vorhersehbar, doch sie wirkt nicht erzwungen oder unnatürlich. Wie
auch in anderen Situationen handeln die Protagonisten sehr
authentisch und nachvollziehbar, was den Punkt der Vorhersehbarkeit
in den Hintergrund rücken lässt. Letztendlich ist es auch eine
Frage der Bücher, die man sonst so liest. Einem Leser, der häufig
zu Krimis greift ist im Vorfeld ja auch bewusst, das jemand gestorben
ist und stört sich nicht daran. Also alles eine Frage des
Blickwinkels.
Die Charaktere haben alle so ihre
eigenen Ecken und Kanten. Besonders ist mir Angelica ans Herz
gewachsen, die mich mit ihrer Liebe zu dem was sie macht wirklich
überzeugt hat. Sie ist ein Mensch mit Stärken und Schwächen, weiß
aber besonders ersteres gekonnt einzusetzen und ist sich ihrer
Schwächen durchaus bewusst. Sie ist ehrlich und ihre
Naturverbundenheit zeichnet sie aus, das macht sie sehr sympathisch.
Am Anfang jedes Kapitels wird jeweils
eine neue Honigsorte beschrieben. Ungelogen würde ich behaupten
nicht mal eine davon gekannt zu haben. Dafür hatte ich schon beim
lesen ein starkes Verlangen verschiedene Honigsorten auszuprobieren
und diese zu vergleichen. Also mein Honigkaufverhalten hat „Die
Honigtöchter“ auf jeden Fall nachhaltig verändert.

Wer wie ich dem unstetigen Wetter
entfliehen und sich in Sommer, Sonne, Düften und Geschmäckern
verlieren und verlieben möchte, wird mit Cristina Caboni´s „Die
Honigtöchter“ tolle Lesestunden verbringen können.  
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