/ November 29, 2018/ Hörbuch, Rezension/ 0Kommentare

Audio CD Ungekürzte Lesung

Verlag: der Hörverlag

Erscheinungstermin: 30. April 2018

ISBN-10: 3844531084

Die vollständige Lesung als nachleuchtende Deluxe Edition mit exklusivem Bonusmaterial von Frank Schätzing. Exklusiv im Booklet: Skizzen und Reisetagebuch des Autors.

Kalifornien, County Sierra, Goldgräberprovinz: Sheriff Luther Opoku hat mit Kleindelikten und illegalem Drogenanbau zu kämpfen. 300 Meilen westlich davon, im Silicon Valley, wetteifern IT-Visionäre um die Erschaffung des ersten ultraintelligenten Computers mit dem Ziel, die großen Probleme der Menschheit zu lösen. Als eine Biologin in Sierra unter rätselhaften Umständen ums Leben kommt, muss Luther erkennen, dass sein verschlafenes Naturidyll längst Testgelände eigenwilliger Experimente geworden ist. Bald beginnt er an seinem Verstand zu zweifeln. Tote werden lebendig, die Zeit gerät aus den Fugen … der Anfang einer Odyssee über die Grenzen des Vorstellbaren hinaus.

Seinen Durchbruch feierte Frank Schätzing 2004 mit dem Ökothriller „Der Schwarm“, in dem die Menschheit existenziell bedroht ist durch eine hochintelligente Lebensform, die tief unten im Meer lebt. Seither gilt der 1957 geborene Kölner als einer der erfolgreichsten deutschen Autoren. Zuvor war Frank Schätzing in der Werbebranche tätig, außerdem produzierte er Musik. Seit den 1990er-Jahren konzentrierte er sich aber zunehmend auf die Schriftstellerei. Zunächst veröffentlichte er 1995 „Tod und Teufel“, der Roman spielt im Köln des Jahres 1260. Weitere Bücher folgten, der erste Bestseller gelang Schätzing im Jahr 2000 mit dem Politthriller „Lautlos“. 2009 erschien „Limit“, ein weiterer Zukunftsthriller, in dem es diesmal nicht hinab ins Meer, sondern hinauf auf den Mond geht.

Das ein Cover gefällt kommt sicher häufig vor. Klar! Aber das es ein Cover gibt, das ich mir auch als Bild an die Wand hängen würde kommt nun nicht so häufig vor.

Schätzings Cover zu „Die Tyrannei des Schmetterlings“ ist ein abstraktes Konstrukt aus Kreisen, Farben und Formen auf dunklem Untergrund. Darauf in Weiß gehalten Titel und Autorenname sowie andere Informationen.
Wirklich gelungen und ein sehr interessantes Cover.

„Schätzing“ auf dem Cover zu lesen ist für mich eigentlich eine sichere Bank. Ohne mich groß durch den Klappentext zu lesen habe ich mich direkt in die Geschichte fallen lassen.

Es geht um Luther, der als Sheriff in seiner Stadt unweit des Silicon Valley für Ruhe und Frieden sorgt.
Als eines Tages eine Biologin ums Leben kommt, fängt sich sein ganzes Leben an auf den Kopf zu drehen. Er findet sich in einer Welt rund um künstliche Intelligenz, Parallelwelten und deren Bewohnern wider und erkennt, das er selbst bald nicht mehr entscheiden kann, was real ist und was nicht.

Ich würde hier am liebsten noch so viel zum Inhalt schreiben, doch würde es viel von der Spannung und den Ereignissen vorweg nehmen. Ich habe mich das ein oder andere Mal gewundert, wie alles zusammen hängt und wie man das alles letztendlich erklären kann.

Und so war nicht nur der Handlungsverlauf sondern auch die dadurch aufkommenden Fragen an mich selber extrem interessant. Wie würde ich mich in dieser Situation entscheiden? Was wäre für mich Real? Kann man an einem bestimmten Punkt im Leben neu anfangen und es „besser“ leben?

Zugegeben, zwischendurch hatte ich das Gefühl die Geschichte schon einmal gelesen/gesehen zu haben. Vielleicht weil ich gerne Bücher in diese Richtung lese oder Serien mit Parallelwelt-Charakter anschaue. Dennoch konnte mich „Die Tyrannei des Schmetterlings“ nicht nur unterhalten sondern regelrecht fesseln.

Besonders in Passagen, die ein wenig im Tempo gedrosselt sind merkt man wie wunderbar plastisch Schätzing schreiben kann. Mir haben seine Umgebungsbeschreibungen hier besonders gut gefallen, da man diese wirklich vor seinem inneren Auge aufleben lassen kann.

Geht es für den Protagonisten grade heiß her, zieht Schätzing so gekonnt an, das man beim Lesen selber außer Atem gerät. Großartig!

Die Charaktere sind interessant, typisch und bei allem, was einen „normalen Menschen“ ausmacht toll beschrieben. Besonders Luther, mit dem man Höhen und Tiefen seines Lebens erlebt wirkt plastisch und entwickelt sich in realistischem Maße weiter.

Diese glaubhaften Personen machen eine Thematik, die -zumindest heutzutage- noch unwirklich ist wesentlich greifbarer und erlauben sich somit gut mit den o.g. Fragen auseinander setzen zu können.

Schätzing war für mich eine Bank und ist es auch weiterhin. „Die Tyrannei des Schmetterlings“ ist großartig und konnte mich komplett überzeugen.

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