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Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Erscheinungstermin: 15. August 2016
ISBN-10: 3442484499
>>HIER kommt ihr zur Verlagsseite, auf der ihr eine Leseprobe finden könnt.
Tim und Bullwinkel haben einfach kein
Glück bei Frauen – und sie hatten noch niemals Sex. Auf einer
Party begegnen sie zwei Stewardessen, die sich für exotische Drogen
interessieren. Und für Männer, die den Stoff anbieten. Die beste
Droge der Welt, so finden die Jungmänner heraus, ist Urin von einem
Elch, der psychogene Pilze gefressen hat. In der Hoffnung, mittels
dieses Zaubersaftes endlich zum ersehnten Sex zu kommen, fliegen Tim
und Bullwinkel nach Finnland, um auf eine Elchjagd der besonderen Art
zu gehen. Aber wie so vieles im Leben der beiden verläuft nichts wie
geplant …
Autor
Rochus Hahn ist 54 Jahre alt. Er lebt
mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Frankfurt / Main. Seit
über dreißig Jahren arbeitet er als Drehbuchautor. Seine
bekanntesten Arbeiten sind „Das Wunder von Bern“,
„Sketchup“, „Der Geschmack von Apfelkernen“,
„Tatort“ und „Warum Männer nicht zuhören und Frauen
schlecht einparken“. „Die Kunst, Elch-Urin frisch zu halten“
ist sein erster Roman.
Von der Farbgestaltung her haut mich
das Cover nicht vom Hocker, denn das Beige-Braun sorgte nicht dafür,
meine Aufmerksamkeit zu erhaschen. Was ich allerdings witzig gelöst
finde – und was mein Interesse geweckt hat – war der Elch, der
zur Hälfte in einem Eiswürfel steckt. Zusammen mit dem Titel des
Buches, der auch alles andere als gewöhnlich ist, kann es mich zwar
nicht begeistern, aber meine Neugierde wecken. Und das ist es doch,
was einen dazu verleitet herausfinden zu wollen, worum es in dem Buch
geht.
Mein erster Gedanke beim lesen des
Klappentextes war bei den „American Pie“-Filmen. Die ganze Art
erinnerte mich stark an den vorherrschenden Humor in den Filmen und
da ich momentan gerne etwas humorvolles lese, sprach mich dieser
Titel schnell an.
Die Geschichte selbst dreht sich um das
Sexualleben oder besser gesagt die Gedanken an jenes der beiden
Protagonisten Tim und Bullwinkel. Beide sind jung, noch ohne
Erfahrung bei Frauen und dementsprechend kreist ihre Gedankenwelt um
Sex.
Direkt zu Beginn lernt man Tim kennen,
wie er über die Mutter eines Schulfreundes nachdenkt und kann sich
so schon auf den ersten Seiten einen Einblick machen, was für
Lesestunden man erwarten darf.
Allgemein geben Tim und Bullwinkel im
Laufe des Buches sehr viel von ihrer Sicht auf die Dinge preis und
scheuen vor nahezu keinem noch so verrückten Thema zurück. Derb und
ungeschönt werden hier Sexualpraktiken, behinderte Tiere und anderes
Abgedrehtes beleuchtet, was meine Lachmuskeln das ein oder andere Mal
schon sehr strapaziert hat.
Meinen Geschmack hat „Die Kunst
Elch-Urin frisch zu halten“ getroffen, denn ich mag zwischendurch
diesen flachen Humor, den auch American Pie oder Harte Jungs
mitbringen, obschon ich glaube, das man hier und da mit kleinen
Justierungen in Richtung Ernsthaftigkeit noch eine größere
Lesergruppe hätte ansprechen können.

Natürlich ist absehbar, das die Suche
zweier Jungs nach der Möglichkeit das erste Mal zu erleben keinen
ausgereiften, vielschichtigen Humor hervorbringt, sondern viel mehr
hormongesteuert und relativ flach ist. Aber meiner Meinung nach
braucht es das auch nicht zwingend um ein lustiges, gutes Buch zu
schreiben. Die Frage ist viel ehr was für einen Humor der Leser hat,
denn „witzig sein“ ist keine Einstellung, es ist Geschmackssache!
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