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Gebundene Ausgabe
mit Folienprägung, abgerundeten
Ecken und Leseband : 192 Seiten
Verlag: Loewe
Erscheinungstermin: 13. Februar 2017
ISBN-10: 3785586086
Wer hat nicht schon einmal einen Brief
geschrieben und darin die geheimsten Gedanken und Gefühle
preisgegeben, sich dann aber doch nicht getraut, ihn
abzuschicken?

Die Social Media-Sensation aus den USA! Bisher
unveröffentlichte Beiträge des beliebten Tumblr-Blogs Dear My Blank
werden in diesem einzigartigen Geschenkbuch vereint. Die liebevollen
Illustrationen, das wunderschöne Handlettering und die zutiefst
bewegenden Worte machen diese Sammlung zu einem ganz besonderen
Jugendbuch, das lange im Gedächtnis bleiben wird.

In ihrem
Tumblr-Blog Dear My Blank postet die 16-jährige Emily Trunko anonyme
Briefe, Nachrichten und E-Mails der mehr als 35.000 Leser ihres
Blogs, die eigentlich nie versendet werden sollten: herzzerreißende
Liebesbriefe, zutiefst traurige Abschiedszeilen und auch Worte voller
Hoffnung. Diese Texte zeigen, dass wir mit unseren Problemen nicht
allein sind, und geben uns den Mut, unseren eigenen Brief vielleicht
doch noch zu verschicken.

„Dieser Blog, gefüllt mit fremden
Geheimnissen, ist eine regelrechte Sucht!“
Cosmopolitan

Autor
Emily Trunko ist eine faszinierende Sechzehnjährige aus der
Kleinstadt Copley in Ohio. Mit elf hat sie einen Blog namens On
Emily’s Bookshelf ins Leben gerufen, in dem sie Bücher rezensiert
hat, und mit vierzehn begann sie das Clover Chain Project, das es
sich zur Aufgabe gemacht hatte, Teenager mit ähnlichen Problemen
zusammenzubringen, worauf sogar die regionale Presse aufmerksam
wurde. My Dear Blank wurde geboren aus Emilys eigenem Notizbuch
voller Briefe, die niemals abgeschickt werden sollten, und ist
inzwischen eine Internetsensation.
Auf dem weißen Untergrund ist etwas
abgedruckt, was stark an eine Sonne erinnert. Diese ist allerdings in
Blau gehalten und ihre Strahlen setzen sich aus vielen bunten,
verschieden geformten Schnipseln und Strichen zusammen. Alles ist
nicht exakt rund oder gleichmäßig sondern hat -genau wie die
Schriftart, die für den Titel sowie die Autorennamen verwendet
wurden- den Charakter, als wäre es von Kindern ausgeschnitten und zu
einer Collage zusammengeklebt worden.
Ebenso wie das Cover sind auch die
einzelnen Seiten des Buches gestaltet. Jede anders und auf seine
eigene Weise. Und doch bilden sie zusammen ein wunderbares Potpourri,
welches zusammen eine tolle Wirkung erzielt.
Als ich von diesem Buch gehört habe,
wollte ich es unbedingt lesen. Die Gründe waren vielseitig. Zum
einen war es schiere Neugier. Ich wollte wissen, was hinter diesen
Briefen steckt, wollte erfahren, was andere Menschen nur dem anonymen
Internet anvertrauen und was sie schon immer sagen wollten, aber nie
zu sagen gewagt haben. Ich habe mich gefragt, ob man so persönliche
Dinge als völlig fremder Leute nachvollziehen kann und wie dieses
Konzept der einzelnen Briefe wohl in einem Buch funktionieren kann.
Schon bei dem Vorwort wird die Autorin
sehr persönlich. Sie beschreibt ihren Werdegang mit ihrem Blog und
wie sie dadurch ihren Freund kennengelernt hat. Was es ihr bedeutet
diese ganzen Briefe zu bekommen und sie verwahren zu dürfen.
Die einzelnen Briefe sind grafisch toll
aufgearbeitet und thematisch grob sortiert, so das man von einem
Brief zum nächsten schon in einer gewissen Grundstimmung ist und
sich so auch mehr auf das emotionale einlassen kann.
Über den Inhalt kann ich gar nicht
viel sagen, denn jeder Verfasser beschreibt andere Gefühle,
umschreibt seine Geheimnisse mit anderen Worten oder nutzt eine Sicht
auf die Dinge, auf die man selber nicht gekommen wäre.
Seine Liebe zu jemand anderem mit der
Liebe zwischen Batman und Deadpool zu vergleichen, die aus völlig
verschiedenen Welten kommen ist hier ein Beispiel, das mir stark im
Gedächtnis geblieben ist.
Wieder einen ganz anderen Brief werde
ich wohl nie wieder vergessen. Er ist von einer Person die sich
direkt zu Anfang bei seiner großen Liebe entschuldigt, die er
vermutlich nie kennenlernen wird, da er nicht mehr lange zu leben
hat. Diese Person umschreibt völlig normale Wünsche, wie zusammen
einzukaufen oder sich für „komische Dinosauriergeräusche“ in
der Nacht zu entschuldigen als etwas, das er gerne mit dieser Liebe
hätte teilen wollen. Beim Lesen hatte ich Tränen in den Augen.
Einige Einsendungen, die für „Ich
wollte nur, dass du noch weißt…“ verwendet wurden sind witzig,
andere tief ergreifend, liebevoll, traurig oder auch verzweifelt.
Aber eins haben sie alle gemeinsam: Sie sind sehr emotional und
bewegen den Leser zum nachdenken.
Nach diesem Buch bin ich zwar nicht
klüger, aber ich habe in manchen Dingen eine andere Sicht und zumindest den Vorsatz, mich in Zukunft öfter zu fragen,
wie das was ich sage oder mache wohl auf andere Menschen wirkt und
was es sie fühlen lässt. Denn einen Nebeneffekt hat die Anonymität
der Verfasser auch: Jeder hätte diese Briefe schreiben können. Der
Nachbar, der immer grüßt, wenn er mit dem Hund geht, die Mutter,
die mit ihrem Kind auf dem Spielplatz spielt oder der in sich
gekehrte Jugendliche, der musikhörend in der Stadt an einem vorbei
geht.
Nach Beenden des Buches habe ich mir
das Cover und die Aufmachung noch einmal angeschaut: Viele kleine,
verschieden gefärbte Sprenkel, die ein wunderschönes Bild ergeben.
Auch wenn hier und da mal etwas nicht perfekt ist, so gehören sie
doch zum Ganzen und sind besonders.

„Ich wollte nur, dass du noch
weißt…“ ist ein einzigartiger Blick hinter die Kulissen der
Menschen. Geheimnisse und Gefühle, die sie niemandem anvertrauen und
sich doch von der Seele geschrieben haben zeigen wie wichtig es ist
auch einmal darüber nachzudenken, was in den Leuten um sich herum
los sein könnte.  
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