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Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Oetinger (9. Mai 2016)
ISBN-10: 3789140627
Schlaflos in Bluehaven. Fayes Albtraum geht weiter: Ihre Schlaflosigkeit hat ihr schon immer das Gefühl gegeben, anders zu sein. Doch jetzt schwebt Faye in höchster Gefahr. Wichtige Akten sind plötzlich verschwunden. Das Haus der verrückten Missy wird in Brand gesteckt. Und dann bescheinigt Tante Liz Faye auch noch, dass sie an derselben Störung leidet, die schon beim mysteriösen Tod von Zoey Fuller und Fabiana Nunez eine Rolle gespielt hat. Hat der gut aussehende Luke recht, wenn er behauptet, dass der Monday Club hinter allem steckt? Verzweifelt kämpft Faye um die Wahrheit, die nicht nur ihr Leben bedroht. Der zweiter Band der Trilogie „Monday Club“ von Krystyna Kuhn. 
Der
zweite Teil der Monday Club Reihe beginnt mit einer kurzen
Zusammenfassung vom ersten Band, was mir persönlich sehr gut
gefallen hat, da ich diesen schon vor einer Weile fertig gelesen
hatte. Die Erinnerungen an die Geschichte kommen wieder richtig hoch
und sobald man nach ein paar Seiten in das aktuelle Geschehen
einsteigt ist man wieder voll dabei und kann von Anfang an
mitfiebern. Der typische „ach ja, so war das ja“-Moment entfällt
hier völlig und ist ein Vorteil, besonders für Vielleser wie mich,
die manchmal eine kleine gedankliche Auffrischung benötigen.
Bis
auf wenige Ausnahmen wird die Geschichte aus der Sicht von Faye
erzählt. Eine Jugendliche, die Leser des ersten Bandes schon gut
kennen. Deutlich zu merken ist ihre charakterliche Entwicklung, die
nach allem, was ihr passiert nicht überraschend ist, für mein
Empfinden aber sehr natürlich rüber kommt. Faye wächst an dem, was
in ihrer Umgebung passiert und reagiert sehr authentisch. Ihre, sowie
die Handlungen der anderen Charaktere die von Krystyna Kuhn
erschaffen wurden sind nachvollziehbar und es entwickelt sich ein
schlüssiges Gesamtbild, was dafür sorgt, das man sich emotional auf
die Personen einlässt und mit ihnen mitfühlt.
Sprachlich
bewegen wir uns mit „Monday Club – Der zweite Verrat“ im
genretypischen Jugendbuch-Bereich. Das Buch liest sich sehr einfach
und man stößt kaum auf sprachliche Barrieren. Lediglich
medizinische Ausdrücke lassen einen ab und an stocken, diese werden
aber im Verzeichnis am Ende des Buches sehr gut erläutert. Wie auch
schon im ersten Teil der Trilogie wird hier ein sehr spannendes und
fesselndes Szenario geschaffen aus dem man nicht mehr entfliehen
will, wenn man einmal angefangen hat zu lesen.
Positiv
ist mir auch aufgefallen, das sich dieser Teil von den Geschehnissen
her zum ersten Band noch gesteigert hat. Man findet hier also nicht
den fast schon klassischen „Lückenfüller-Band“, den man bei
Trilogien leider oft hat. Es bleibt handlungsgeladen ohne dabei
überfüllt oder hektisch zu wirken.
Das
Werk endet auf einem Spannungshöhepunkt und bildet einen ungeheuren
Cliffhanger, was die Wartezeit bis zum finalen, dritten Band gefühlt
bis ins Unendliche steigert, gleichzeitig aber auch verdeutlicht, wie
tief man sich in diese Geschichte fallen lassen kann, damit man so
auf weitere Auflösungen aus der Welt des Monday Clubs hinfiebert.
Zu
sagen, man bekäme mich immer begeistert, wenn ein Buch ein tolles
Cover hat wäre definitiv zu viel des Guten. Aber wenn wie hier der
Inhalt überzeugt und das Cover in so leuchtenden Farben daher kommt,
bin ich auf allen Ebenen zufrieden.
Das
Cover ähnelt auf den ersten Blick stark seinem Vorgängerband, der
in Lila-Türkies gehaltene Einband zeigt ein Mädchen, vermutlich
Faye die zu schlafen scheint. Im Gegensatz dazu ist der in
Lila-Rot-Orange gehaltene Mittelteil mit einem Mädchen geschmückt,
dessen eines Auge offen ist. Vielleicht ein Hinweis auf Fayes
Krankheit, ihren Zustand und die Geheimnisse des Clubs im jeweiligen
Buch? Wenn hier meine Theorie zutrifft, bin ich mehr als gespannt auf
den dritten Band, denn dieser zeigt Faye mit beiden Augen offen.
Ein
weiteres wiederkehrendes Merkmal ist die Karte von Bluehaven im
Innenteil des Hardcovers. Hier kann man im Laufe der Geschichte gut
nachvollziehen, an welcher Stelle man sich grade befindet. 
„Monday
Club – Der zweite Verrat“ hat mich gefesselt, unterhalten und
neugierig auf den nächsten Teil gemacht. Er kam ohne große Längen
aus, wirkte authentisch und war genau das, was ich mir erhofft hatte:
Ein spannender, leicht zu lesender Jungendthriller mit gut
ausgearbeiteten Charakteren. Wer gerne in diesem Bereich liest und
neues, gutes Lesefutter sucht, sollte mal einen Blick nach Bluehaven
riskieren.
 
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