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Gebundene Ausgabe: 582 Seiten
Verlag: Europa Verlag; Auflage: 1
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3958900003
ISBN-13: 978-3958900004

Nach einem schweren Unfall beim Klettern erwacht die forschende
Ärztin Romy aus der Ohnmacht und ist vollkommen schmerzfrei und hat
keine Verletzungen davon getragen. Ungläubig erinnert sie sich an
den Traum, den sie während der Ohnmacht von Iriome hatte. Diese war
nach dem Tod der Heilpriesterin selbst zu jener aufgestiegen und hat
die Gabe Zukunftsvisionen zu haben. Iriome soll das Geheimnis des
Amakuna bewahren, einem Pilz der Krankheiten heilen kann.

Gemeinsam mit Thea, ihrer an Krebs erkrankten Freundin macht sich
Romy auf den Weg nach La Palma um den Visionen und dem Geheimnis von
Amakuna nachzugehen. Doch wo ein Mensch Gutes im Sinn hat, gibt es
auch immer die Seite, die lediglich finanzielles Interesse hegt und
so befindet sich Romy bald in großer Gefahr.

Der gut 520 Seiten starke Roman von Susanne Aernecke spielt in
zwei verschiedenen Zeitebenen. Der Leser durchlebt mit Romy und Thea
die Gegenwart und erfährt wie es für Iriome im Jahr 1492 war. Beide
Zeiten wirken authentisch, real und man findet sich schnell in ihnen
zurecht. Besonders angetan war ich von der Darstellung der
Vergangenheit, diese ist wirklich gut ausgearbeitet und recherchiert,
so das man am Leben der Guanchen teilhaben kann und fühlt wie es ist
den damaligen Gegebenheiten zurecht zu kommen.

In flüssigem, fast schon süchtig machendem Schreibfluss führt
die Autorin durch das Buch, welches mich zwar nicht von der ersten
Seite fasziniert, aber schon im zweiten Kapitel völlig gefesselt
hat. Die unterschiedlichen Zeitebenen sind durch Symbole am
Kapitelanfang gekennzeichnet und machen dem Leser das Umdenken sehr
einfach.

Die beiden Hauptcharaktere Iriome und Romy haben einiges
gemeinsam: sie sind jung, stehen für das Gute ein und sind auch sich
dafür einzusetzen, wenn es schwierig wird. Wie auch die anderen
Charaktere in „Tochter des Drachenbaums“ sind sie sehr gut
ausgearbeitet und äußerst angenehme Protagonisten. Die bildliche
Beschreibung der Umgebung, auch im Hinblick auf wichtige
Kleinigkeiten macht die Geschichte rund.

Das broschierte und im Alyna Verlag erschienene Buch ist auch rein
äußerlich ein richtiger Blickfang. In hellen Farben gestaltet ist
auf dem Buchdeckel ein ausgestanztes Tor, hinter dem man einen Teil
der aufklappbaren Karte La Palma´s sieht. Auch die Rückseite lässt
sich aufklappen, auf dessen Innenseite man eine Karte Spanien´s
findet auf der die Route von Iriome eingezeichnet ist und eine
Zusammenfassung der Hauptfiguren.

Insgesamt ist dieser Roman ein wirklich abwechselungsreiches Werk
und somit ein gelungener Auftakt in die dreiteilige Amakuna-Saga, die
es sich zu lesen lohnt.

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