[Anzeige enthält Werbelinks]
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: fabulus Verlag
Erscheinungstermin: 17. Februar 2017
ISBN-10: 3944788435
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 –
17 Jahre
Die 17-jährige Apollonia Parker will
frei und ungebunden sein. Sie träumt davon, mit ihrem Motorrad
Bonnie durch Schottland zu fahren. Allerdings verfügt sie über eine
Gabe, die sie besonders hasst: Sie ist wie ihre Mutter eine Muse.
Apollonia hat aber keine Lust, sich an einen Künstler zu binden,
diesen zu inspirieren und zu hätscheln. Als der junge, äußerst
begabte Singer-Songwriter Nick ihr einen Song widmet, verliebt sie
sich Hals über Kopf in ihn. Nick ist von Apollonias Fähigkeiten
ganz hingerissen. Doch der habgierige Konzernchef Viktor Tyrell ist
gegen diese Verbindung. Er will Apollonias Gabe für seine Zwecke
nutzen ― und setzt die schwarze Muse Velika auf Nick an. Gelingt es
Apollonia am Ende, ihren Freund aus deren Fängen zu befreien?
Autor
Carola Wolff lebt in Berlin, zusammen
mit Stapeln ungezogener Bücher, die überall herum lümmeln und
einer extensiven Sammlung literarischer Teebecher.
Sie ist
gelernte Buchhändlerin, hat einen BA in englischer Literatur und ein
Faible für alles Britische.
Als Autorin, die sowohl bei Verlagen
als auch als Selfpublisherin veröffentlicht, hat sie den zweiten
Platz beim Autoren@LeipzigAward erreicht, war auf der Auswahlliste
des Leserpreises von LovelyBooks vertreten und gewann einen
Fanfiction-Preis.
In ihren Romanen und Geschichten tummeln sich
u.a. eine erfolglose Selbstmörderin (Mein erster Selbstmord), ein im
Park ausgesetzter Mann (Ein Mann zum Mitnehmen), ein verliebter
Teufel (Ladies Night) und sprechende Raben (Ausgerechnet Muse).
Wenn
Carola nicht gerade völlig selbstvergessen ihre Computertastatur
bearbeitet, kann man sie in Buchläden beim verzückten Schnüffeln
an frisch Gedrucktem erwischen oder in Papeterien auf der Jagd nach
schönen Notizbüchern beobachten.
Ihr größter Wunsch: eine
Handtasche, die innen drin so groß ist wie die Tardis (ja, sie ist
ein großer Doctor Who Fan).
Wer mehr über sprechende Raben und
magische Musenküsse wissen möchte, der sei hiermit herzlich
eingeladen, Carola auf Twitter, Facebook oder ihrer Homepage
www.carolawolff.de beim Schreiben zu begleiten.
Ausgerechnet Muse wirkt auf den ersten
Blick recht düster. Das fast Schwarze Cover wird durch Lichtreflexe
aufgehellt und lässt mittig ein finster schauendes Mädchen
erkennen. Auf ihrer Schulter sieht man die Silhouette eines
Gitarre-Spielers und über ihrem Kopf einen großen Raben, der
schützend seinen Flügel um das Mädchen zu legen scheint. Der
Buchtitel ist leicht erhöht und hebt sich in strahlendem Weiß stark
vom Untergrund ab.
Der Fabulus-Verlag hat auch hier wieder
einen farbigen Buchschnitt, der mir ja schon bei anderen Büchern so
gut gefallen hat. Hier erstrahlt er in einem satten Orange.
Der Klappentext hat mich sofort
neugierig auf Ausgerechnet Muse gemacht, denn über Musen habe ich
bisher noch nichts gelesen und das wurde höchste Zeit.
Wie sich das Dasein einer Muse auf das
Leben der Menschen um sie herum auswirkt, erfährt man abwechselnd
aus der Sicht der Muse Apollonia und des Singer-Songwriters Nick.
Diese Wechselperspektive hat mir sehr
gefallen, da man sowohl die Muse so sehr gut kennenlernt und einen
tiefen Einblick in ihr Wesen hat aber eben auch in das Leben, das von
ihr beeinflusst wird.
Als Protagonistin fand ich Apollonia
sehr authentisch. Sie ist eine typische Teenagerin – ein wenig
rebellisch und möchte nicht so leben wie ihre Mutter – und lässt
sich oft von ihren Hormonen steuern. Sie ist einfach ein Charakter,
mit dem sich Mädchen in dem Alter zu einem gewissen Teil
identifizieren können.
Nick ist Musiker und hat dank Apollonia
endlich die Inspiration gefunden die Schnipsel in seinem Kopf zu
Songs zusammenzufügen. Auch er wirkt sehr durchdacht und nicht
konstruiert.
Carola Wolff hat einen angenehmen, dem
Alter ihrer Leser angemessenen Schreibstil, der zum weiterlesen
verführt. Es kommen keine Längen auf, welche die Handlung unnötig
ziehen, im Gegenteil: mit Witz und einem Fingerspitzengefühl für
bildhafte Situationsbeschreibungen schafft sie eine Atmosphäre in
der man nur so durch Ausgerechnet Muse fliegt.

Ausgerechnet Muse hat mir viel Spaß
gemacht. Es ist eine kurzweilige Geschichte, mit Elementen, in denen
sich jugendliche Leser sicher gut wieder finden können und an der
aufgrund des tollen Schreibstils und der ungewöhnlichen Figuren
bestimmt auch jung gebliebene Erwachsene ihre Freude haben.  
Share this Post

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*