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Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag
Erscheinungstermin: 22. August 2016
ISBN-10: 3764505753
»Alles, was geschehen kann, geschieht
auch. Und genauso kann man alles vermasseln und trotzdem ein guter
Mensch sein.«

Der zwölfjährige Ethan hat ein paar
ungewöhnliche Talente. Physik und Astronomie sind für ihn so
selbstverständlich wie Lesen und Schreiben, und er sieht die Welt
auf eine Weise, die anderen Menschen nicht begreiflich ist. Die
wichtigste Person in seinem Leben ist seine Mutter Claire, aber je
älter Ethan wird, desto öfter fragt er nach seinem Vater, den er
nie kennengelernt hat. Er weiß nicht, dass er als Baby beinahe
gestorben wäre und sein Vater in der Folge verurteilt wurde. Doch
dann setzt ein unerwartet eintreffender Brief eine dramatische Kette
von Ereignissen in Gang …

Autor
Antonia Hayes wuchs in Sydney auf,
verbrachte ihre Zwanziger in Paris und lebt heute in San Francisco.
Ihre Texte wurden in zahlreichen Magazinen veröffentlicht, außerdem
arbeitete sie als Publizistin in der Verlagsbranche und als
Buchhändlerin. »Die relative Unberechenbarkeit des Glücks« ist
ihr Debütroman.
Hübsch und einfach kommt das Cover von
„Die relative Unberechenbarkeit des Glücks“ daher. Auf weißem
Grund ist eine Straße abgebildet, die sich kreuz und quer über das
gesamte Bild verteilt. Darauf gehen Menschen, simpel in Silhouetten
dargestellt und fahren Rad. Herausstechend ist der pinke Hase, der
direkt vor dem Radfahrer hoppelt.
Nachdem mich Cover und Klappentext
schon richtig neugierig machen konnten, hatte es das Buch ehrlich
gesagt nicht einfach meinen Erwartungen gerecht zu werden.
Dennoch hat Antonia Hayes es geschafft,
mich zu fesseln, zu überraschen und zu berühren.
Im Mittelpunkt der Geschichte ist
Ethan, der durch ein Schütteltrauma in seiner Kindheit in gewisser
Hinsicht anders ist als andere Kinder. Er entwickelt eine
Inselbegabung für Quantenphysik , kann sich für Astronomie genauso
begeistern wie andere Kinder seines Alters über ihre Spielzeuge und
leidet daran weder Freunde noch eine Beziehung zu seinem Vater zu
haben.
Nicht nur, das Ethan keine Freunde hat,
er wird in der Schule regelrecht gemobbt.
Seine Mutter versucht alles, um seine
Kindheit unbeschwert zu gestalten und baut eine eigene kleine Welt
aus Schweigen auf, wenn es um seinen Vater geht. Als dieser jedoch
aus dem Gefängnis kommt und Kontakt zu seiner Familie aufnimmt,
gerät Claires Welt ins Schwanken und Ethan versucht Beweise für die
Unschuld seines Vaters zu finden, um diesen endlich kennenlernen zu
können.
In die einzelnen Charaktere kann man
sich dank des Perspektivenwechsels sehr gut hineinversetzen, wodurch
man jeden einzelnen und seine Handlungen gut verstehen kann. Jeder
hat mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen und die innere
Zerrissenheit kann man deutlich spüren.
Das alles macht die Geschichte
emotional und spannend. Neben der großen Sympathie, die man für
Ethan empfindet und den persönlichen Dingen, die jeder mit sich
ausficht, rätselt man die ganze Zeit mit, ob sein Vater Marc
tatsächlich zu unrecht im Gefängnis war.
Antonia Hayes schreibt so bildhaft, so
wunderschön, das man an einigen Stellen einfach mitträumen will. An
diesen Stellen wünscht man sich ein Hörbuch, um einfach die Augen
schließen und den Sternenhimmel betrachten zu können.
Wer hier Bedenken hat, da mathematische
Gleichungen und Physik in diesem Buch eine große Rolle spielen, den
kann ich beruhigen. Natürlich nimmt dies einen gewissen Teil der
Thematik ein, da Ethan´s Welt sich darum dreht, aber es ist so gut
in alle anderen Bestandteile der Story eingebaut, das es nicht zu
mächtig wird oder gar Überhand gewinnt.
Alles in allem hat Hayes einen Roman
geschrieben, der auf ein wichtiges Thema fokussiert ist, ohne
belehrend oder schuldzuweisend zu werden. Es öffnet das Bewusstsein
für Schütteltrauma-Geschädigte, verpackt in einer bezaubernden
Geschichte und zeigt wie die Folgen den Traumas auf die gesamte
Familie auswirken können.
Schaut euch doch >>HIER<< auch die Leseprobe an, aber Achtung, Suchtgefahr 🙂

Ein Debütroman mit ernstem Thema,
verpackt in einer emotionalen, wunderbaren Geschichte, die mein Herz
berührte und für die ich mir wirklich mehr Aufmerksamkeit wünsche. 
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