/ März 25, 2018/ Rezension/ 2Kommentare

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Flexobroschur: 224 Seiten
Verlag: Mosaik
Erscheinungstermin: 19. März 2018
ISBN-10: 3442393345

Die Begeisterung für die Bullet-Journal-Idee ist weltweit riesig. Die Mischung aus handschriftlichem Kalender, Tagebuch, To-do-Liste und Ideenkladde ist genial und überzeugend. Wenn nur der hohe Aufwand nicht wäre: Selber eine Struktur anlegen, Jahres-, Monats- und Wochenübersichten zeichnen, Themen ausdenken und Listen schreiben … Dieses Buch bietet den perfekten Start für alle, die es leichter haben wollen! Alle Kalenderseiten sind vorbereitet, außerdem etliche Listen und Themenseiten, viele Ideen und Anregungen zur individuellen Weitergestaltung. So steht der kreativen Ordnung nichts mehr im Weg!

David Sinden hat bildende Kunst studiert. Er arbeitet als Kunstlehrer, Designer, Kinderbuchautor, Illustrator und TV-Produzent.

Total einladend wirkt die Aufmachung dieses handlichen Buches. Auf dem Hintergrund, der an Cardstock erinnert sind viele bunte Punkte, die alles schön auflockern. In der Mitte sieht man einen großen, weißen Kreis, auf dem sich Buchtitel und Autorenname befinden. Dies alles wirkt sehr modern und gefällt mir sehr gut.

Seit kurzem spiele ich mit dem Gedanken ein Bullet-Journal zu führen. Nachdem ich nun einige Ideen habe, versprach ich mir von diesem kleinen Büchlein die perfekte Vorlage, um mich mit dem Aufbau und der Strukturierung auseinander zu setzen. Besonders um es mir für meinen ersten Bullet-Versuch ein wenig zu erleichtern, da hier die Seiten vorbereitet sind und man quasie nur noch eintragen muss, hat mir die Entscheidung für dieses Buch abgenommen.

Nun, nachdem ich es ein wenig geführt habe, ist meine Meinung doch ehr zwiegespalten.
Fangen wir mit dem an, was mir gut gefällt:
Das Buch hat ein tolles Format mit flexiblem Einband, was ich sehr mag. Es ist groß genug um gut darin schreiben zu können aber auch handlich genug, um es in der Handtasche problemlos mitzunehmen.
Die einzelnen Seiten sind gut aufgebaut und bieten gemessen an dem Format viel Platz zum ausfüllen. Überall finden sich kleine Doodels, die zum anmalen perfekt geeignet sind. So kann man ein wenig mehr personalisieren, wobei es auch so schon sehr hübsch ist.
Das Papier hat eine angenehme Stärke und eignet sich gut um mit Kugelschreiber oder Fineliner beschrieben zu werden.
Auch gibt es keinen besonderen Zeitpunkt um mit dem Bullet Buch zu beginnen. Da die Monate undatiert sind, ist es möglich direkt loszulegen, auch wenn es mitten im Jahr ist.
Durch das farblich passende Lesebändchen findet man schnell eine bestimmte Seite. Jeden Monat gibt es neue „Spezialseiten“ zu entdecken, auf denen man Wünsche, Reiseziele oder auch Erinnerungen festhalten kann. Ebenso findet man immer wieder nützliche Anregungen für Listen jeglicher Art. Da hier oft der Platz knapp ist, muss man sich hier schon ein wenig beschränken bzw. sollte hier mit Bleistift schreiben, um diese zwischendurch überarbeiten zu können.
Was sich für mich als schwierig herausstellte ist das Monats- und Wochenplaner nicht zusammenhängend sind sondern sich die Monatsübersichten mit unterschiedlichen einzelnen Themen bündeln und die Wochenübersichten fürs ganze Jahr am Ende des Buches zu finden sind. Ebenso gibt es nur eine Tagesübersicht, was sich mir ehrlich gesagt überhaupt nicht erklärt. Auch einen Tracker gibt es nur passend für einen Monat. So hat man leider über das Jahr keinerlei Vergleichsmöglichkeit.
Das Bullet Buch bietet so für mich keine Möglichkeit es wirklich komplett als Bullet-Journal zu nutzen, einfach weil mir Tagesplaner fehlen und es so für mich nicht praktikabel ist. Als Journal für bestimmte Dinge -in meinem Fall als Tier-Journal, wo ich bestimmte Dinge festhalten kann- finde ich es allerdings ganz gut.
Ebenso glaube ich das sich dieses Buch toll als eine Art Hausaufgabenheft für Schüler eignet. Da hier durch die getrennten Monats- und Wochenübersichten gut zu trennen ist, wo Hausaufgaben stehen und wie man sich seine Freizeit einteilen kann bzw. welche Termine anstehen. Die Seiten, die monatlich fürs Finanzielle angelegt sind bieten für Erwachsene mit vielen verschiedenen Ausgaben ehr wenig Platz, für Kinder bzw. Jugendliche, die einen Überblick über ihr Taschengeld behalten möchten ist es hingegen ideal.

Das Bullet Buch hat tolle Ideen und eine schöne Aufmachung. Möchte man intensiv Dinge festhalten, hat viele Termine oder möchte im Design frei sein, würde ich hier abraten.

Toll geeignet empfinde ich es allerdings für sein Kind. Hausaufgaben, Freizeitaktivitäten und Taschengeldplaner haben gut Platz und bieten so den jüngeren eine Möglichkeit eigenverantwortlich eine Übersicht über die wichtigsten Dinge zu führen. Als Schülerkalender also gerne, als normales Bullet-Journal, als das es angepriesen wird kann ich hier leider nicht mehr Sterne geben.

 

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2 Kommentare

  1. Hey Steffi,

    deine Kritik verstehe ich vollkommen.
    Als wirkliches Bullet Journal eignet es sich nicht, aber für Neulinge ist es zumindest ein Anreiz und bietet ein paar Inspirationen. Die Idee mit dem Kinderplaner finde ich echt gut, wobei ich den Planer mehr für meine psychotherapeutische Behandlung führen werde. Hier sind dann Seiten wie die mit dem Glaubenssätzen wie gemacht für mich.

    Ich hoffe ich darf dich und deine Rezension verlinken.

    Liebe Grüße, Anja

    1. Liebe Anja,
      das ist auch eine tolle Verwendung für den Planer. Ich würde mich über deine Verlinkung sehr freuen 🙂

      Ganz liebe Grüße
      Steffi

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